• Subiect: Im Jahre 1955 publiziert Zoltán Székely, zusammen mit anderen Artefakten, die in Pir (ung. Szilágypér) von den Grabungen der Fundstellen Vár (Cetate) und Várudvar (Curtea Cetăţii) stammen, einen Bronzedolch, der angeblich zum Inventar eines Doppelbestattung (Gr. 19-20) der Otomani-Kultur gehörte. In dem 1966 erschienenen Bericht werden die Fundumstände des Stückes vorgelegt. Er schreibt, dass der Dolch neben der Brust eines Mannes lag und im Grab sich auch ein Tongefäß, Geweihstücke und Tierknochen befanden. Székely vergleicht den Dolch von Pir mit jenen aus dem Gräberfeld von Megyaszó. Auch andere Forscher betrachten den mit drei Rippen verzierten Griffplattendolch von Pir (Abb. 1, 1-2) als ein Erzeugnis der Otomani-Metallurgie und datieren ihn in die mittlere Bronzezeit. Nur István Bóna bezweifelt die Zugehörigkeit des Dolches zu dieser Kultur. Er behauptet, dass es keine solche Stücke in der mittleren Bronzezeit gibt. In der Tat sind die Entsprechungen des Dolches von Pir in einem späteren Milieu zu finden, und zwar in den Funden, die schon, nach dem im Ostkarpatenbecken üblichen chronologischen System, in die Spätbronzezeit datieren: Zagyvapálfalva, Nagybátony, Mliečany, Schmedissen, Belgern (Abb. 2). Das bedeutet, dass der Dolch nicht einem Grab der Otomani-Kultur, sondern einer späteren Besiedlung, nämlich der Siedlung der Hajdúbagos-Cehăluţ-Gruppe, deren Keramik (Abb. 4-6) in Pir ebenfalls freigelegt wurde, zugehört. Es wird auch festgestellt, dass die Gräber 19 und 20 von Pir nicht gleichaltrig sind, da der Krug aus Grab 19 (Abb.3, 1) sich in die Otomani III-Phase, hingegen die Tasse aus Grab 20 (Abb. 3, 2) in die Otomani II-Phase einzuordnen ist.
  • Limba de redactare: română, germană
  • Vezi publicația: Revista Bistriţei
  • Editura: Publicat de: Accent
  • Loc publicare: Cluj-Napoca
  • Anul publicaţiei: 2013
  • Referinţă bibliografică pentru nr. revistă: XXVII; anul 2013
  • Paginaţia: 14-30
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